Ein Pfau hält seinen besten Trick zusammengefaltet bereit. Den ganzen Tag schleifen die langen Federn hinter ihm her wie ein geschlossener Schirm. Dann dreht sich der Vogel, hebt sie, und über seinem Kopf öffnet sich eine hohe Wand aus schimmernden Augen. Diesen Moment wollen Kinder auf dem Papier.
Jetzt das Seltsame daran. Das berühmte Blau und Grün ist keine Farbe. In einer Pfauenfeder steckt fast kein blauer oder grüner Farbstoff. Das Schillern entsteht durch winzige Strukturen in der Feder, die das Licht brechen. Welche Farbe du siehst, hängt vom Winkel ab und davon, wo du gerade stehst. Kippst du die Feder, rutscht das Blau ins Grüne. Wird sie nass, sieht das Ganze einfach braun aus.

Fang bei der Federkrone an
Schau zuerst auf den Kopf, noch vor den großen Federn. Ein Pfau trägt einen kleinen Fächer aus gestielten Federn wie eine dünne Krone. Das ist die Federkrone, und jeder Stiel endet in einem kleinen runden Büschel. Das Ganze sieht aus wie eine Reihe winziger Fühler. Ein guter Anfang, ein schneller Erfolg, bevor die langen Federn Geduld verlangen.
Die hundert Augen
Die runden Muster auf den langen Federn sind der Grund, warum alle stehen bleiben und staunen. Jedes davon heißt Augenfleck, und ein einzelner Pfau trägt weit über hundert. Auf dem Papier sind sie eine einzige Einladung: Ringe in Ringen, dasselbe sich wiederholende Muster, das auch in der Mitte einer Sonnenblume steckt, bereit für jede Farbe, die ein Kind probieren will. Färbe alle gleich, oder mache jeden einzelnen anders. Beides sieht richtig aus, denn am lebenden Vogel fängt kein Auge das Licht genau gleich.
Schlag das Rad auf
Aufgerichtet bilden die langen Federn einen schimmernden Halbkreis, höher als der Vogel selbst. Das ist die Schleppe, und anders als fast alle glauben, ist sie nicht der Schwanz. Der echte Schwanz eines Pfaus ist kurz und braun und sitzt darunter. Er macht die wenig glanzvolle Arbeit und hält das ganze Rad aufrecht. Male das Rad als einen Ton, der in den nächsten fließt, oder gib jeder Feder ihre eigene Bahn. Es gibt keinen falschen Weg, hundert Augen zu füllen.
Drei Arten von Pfau
Der Vogel auf den meisten Seiten ist der Blaue Pfau, der tiefblaue, den alle vor Augen haben. Er ist nicht die einzige Art.
| Pfau | Wo er lebt | Seine Farben |
|---|---|---|
| Blauer Pfau | Südasien | Tiefblauer Hals, grüne Schleppe |
| Grüner Pfau | Südostasien | Grün und Gold, größer und schlanker |
| Weißer Pfau | In Zucht entstanden | Ganz weiß, nur zarte Muster |
Der weiße Pfau ist der spannende Fall fürs Ausmalen. Er ist kein Albino. Er wurde einfach so gezüchtet, dass er seine Farbe verliert. Deshalb sieht ein Foto von ihm schon fast aus wie ein Ausmalbild: nur Linien und Formen, kaum Farbe zum Abschauen. Das macht ihn zur perfekten Seite für ein Kind, das lieber jeden Ton selbst erfindet.
Hat dein Kind einen Liebling gefunden, lohnt ein Blick auf alles, was dasselbe Schillern trägt. Andere Vögel mit Strukturfarbe, oder einfach mehr Seiten im selben prächtigen Geist.
Was möchtest du noch ausmalen?
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Druck die Schar
Bereit, wenn du es bist. Hier ist die ganze Sammlung an Pfau-Seiten, von der einzelnen Feder bis zum weit aufgeschlagenen Rad. Druck ein paar aus, gib die buntesten Stifte aus der Schachtel her, und lass die Farbe ganz die Idee deines Kindes sein.










