Gib zwei Kindern denselben Hundeumriss. Du bekommst zwei völlig verschiedene Hunde zurück. Der eine ist glatt und kurzhaarig, ein Beagle in der Sonne. Der andere sieht aus wie eine graue Wolke auf vier Beinen, eindeutig ein Pudel. Gleiche Zeichnung. Der Unterschied lag nie an den Farben. Er lag daran, wie der Stift sich bewegt hat.
Genau das steht in kaum einem Hunde-Ausmalbild dabei. Ein Fell ist keine glatte Fläche, die man von Rand zu Rand füllt. Es hat Länge und Richtung, und ein Stift kann beides nachmachen. Kurze Striche werden zu kurzem Fell. Lange Striche werden zu weichem, wehendem Fell. Kleine Kreise werden zu Locken. Spürt ein Kind das einmal, wird aus einem Umriss sein Hund.
Vier Fellarten, vier Stiftbewegungen
Fast jede Rasse auf einem Ausmalbild gehört zu einer von vier Fellfamilien. Lern die Bewegung für jede, und du kannst jeden Hund ausmalen. Die hier unten genauso wie den, der gerade auf dem Sofa schläft.
| Fell | Stiftbewegung | Hunde zum Üben |
|---|---|---|
| Glatt | Kurze, schnelle Striche entlang des Körpers | Beagle, Labrador, Dackel |
| Flauschig | Lange Striche, am Ende leichter | Golden Retriever, Pomeranian, Collie |
| Drahtig | Kurze, ruppige Striche, ruhig etwas wild | Schnauzer, Foxterrier, Scottie |
| Lockig | Kleine, überlappende Kreise, keine geraden Linien | Pudel, Doodle, Bichon |

Glattes Fell: kurze Striche, dicht am Körper
Ein Beagle oder ein Labrador hat so kurzes Fell, dass es fast aufgemalt wirkt. Mal sie mit kurzen, schnellen Strichen aus, alle in die Richtung, in die sich der Körper wölbt: den Rücken hinunter, an den Beinen entlang. Drück leicht auf und lass an Brust und Bauch ein wenig Papier frei, dort wo echtes Licht auftrifft. Genau dieser helle Rest lässt einen glatten Hund lebendig wirken und nicht wie einen flachen Aufkleber.
Flauschiges Fell: lange Striche, die am Ende auslaufen
Golden Retriever, Collies und kleine Pomeranians tragen langes Fell, das im Wind mitgeht. Tausch die kurzen Striche gegen lange, schwungvolle. Heb den Stift am Ende jedes Strichs ein wenig ab, damit die Spitzen weich bleiben. Mal in die Richtung, in die das Fell fallen würde: von der Brust nach unten, am Schwanz entlang. Leg eine zweite Farbe locker über die erste, und das Fell sieht plötzlich warm aus.
Drahtiges Fell: kurze, ruppige Striche
Schnauzer, Foxterrier und Scotties haben Fell, das in alle Richtungen absteht. Genau das ist der Reiz. Nimm kurze, ruppige Striche und lass sie ruhig übereinander laufen. Ordentlich ist hier falsch. Bart und Augenbrauen sind das Beste daran: ein paar dunklere Striche, und schon hat ein struppiger Terrier eine eigene Meinung. Das ist das einzige Fell, bei dem ein bisschen über die eigene Linie hinaus sogar hilft.
Lockiges Fell: kleine Kreise, keine geraden Linien
Pudel, Doodles und Bichons bestehen aus Locken. Also weg mit den geraden Strichen. Mal sie mit kleinen, überlappenden Kreisen, wie hunderte kleine Schlaufen. Das dauert länger, und genau deshalb beruhigt es so. Lass die Kreise ruhig etwas ungleich, dann wirkt das Fell weich und federnd statt wie ein einziger Klumpen.
Nase und Augen bleiben fast frei
Die ganze Stricharbeit gilt dem Fell. Nase und Augen wollen das Gegenteil. Mal die Nase glatt in eine Richtung, und die Augen in einem ruhigen, einzelnen Ton. So bleiben sie ruhig neben dem ganzen wilden Fell.
Soll das Fell danach voller und runder aussehen, hilft eine zweite und dritte Farbe in Schichten. Eine ausführliche Anleitung dazu findest du in unserem Leitfaden zum Schattieren mit Buntstiften.
Es gibt weit mehr Hunde, als vier Fellarten fassen können. Hat dein Kind eine bestimmte Rasse im Kopf, ist sie mit ziemlicher Sicherheit dabei.
Was möchtest du noch ausmalen?
Stichwort wählen oder eigenes tippen – öffnet in neuem Tab.
Ausdrucken, ausmalen, deinen Hund draus machen
Such dir einen Hund aus, pass die Bewegung zum Fell an, und denk an die zwei weißen Punkte. Hier ist die ganze Sammlung zum Ausdrucken.


