Das Feld ist nass und kalt, und der Ballon liegt im Gras, als würde er schlafen. Ein Gebläse drückt Luft in die offene Öffnung. Die hohen bunten Bahnen der Hülle füllen sich, heben sich, atmen. So beginnt jede Fahrt, lange bevor jemand vom Boden abhebt.
Ein Heißluftballon ist eine der ruhigsten großen Maschinen, die ein Kind je trifft. Kein Motor, der davonrast, keine Räder, kein Tempo. Er steigt, weil warme Luft nach oben will, und er sinkt, sobald diese Luft abkühlt. Die ganze Fahrt ist mit Absicht langsam. Diese Bilder folgen einer einzigen Fahrt, von der ersten kalten Minute im Gras bis zum sanften Aufsetzen.
Am Boden, vor der Sonne
Ballone starten früh, meist kurz nach dem Morgengrauen, wenn der Wind sanft und die Luft noch kühl ist. Die Crew rollt die Hülle flach über das Feld aus. Ein großes Gebläse bläst zuerst kalte Luft hinein und gibt ihr Form, ein blasser Halbmond aus Stoff auf dem Gras. Dann haucht der Brenner eine lange Flamme in die Öffnung, die Luft darin wird warm, und der Ballon stellt sich von selbst auf. Aus einem Haufen Stoff wird in wenigen Minuten ein Turm, höher als ein Haus. Diesen Teil bekommen die meisten nie zu sehen.
Der Brenner faucht, und du steigst
Es gibt einen lauten Moment an einem sonst stillen Morgen, und das ist der Brenner. Der Pilot zieht einen Hebel, Gas strömt nach oben, eine Flamme von mehreren Metern Höhe gießt Hitze in die Hülle. Das Fauchen kommt plötzlich und warm in deinen Nacken. Dann werden die Seile locker, der Korb neigt sich, und der Boden fällt einfach weg. Kein Ruck, kein Countdown. Eben standest du noch auf einem Feld, im nächsten Augenblick liegt das Feld unter dir.






















