Neun Felder auf einem Blatt und eine einzige Regel: Ein Feld wird erst ausgemalt, wenn ihr das Echte gefunden habt. Eine echte Eichel in einer echten Hand, und dann bekommt die Eichel auf dem Papier ihr Braun. Mehr braucht ein Naturbingo im Herbst nicht, und schon hat der Sonntagsspaziergang im Oktober ein Ziel.
Es klappt mit einem Dreijährigen, der noch keine Liste lesen kann, und mit einer Achtjährigen, die gewinnen will. Nimm ein Klemmbrett mit, drei Stifte (Orange, Braun und Grün reichen fast für alles) und das Blatt. Das Bild ist fertig, wenn der Spaziergang fertig ist.
Die Felder unten sind so sortiert, wie sie auf einem echten Weg meistens fallen: von denen, die schon vor dem Ende der Straße bunt sind, bis zu denen, die Glück brauchen.
Zwei Karten: eine für den Wald, eine für den Park
Auf der ersten Karte stehen neun Waldfunde: ein Eichenblatt, eine Eichel, eine Kastanie, ein Tannenzapfen, eine Schnecke, eine Feder, Beeren, ein Pilz und eine Pfütze. Die zweite Karte ist für den Stadtpark, mit Ahornblatt, Haselnuss, Eichhörnchen, Spinnennetz, Vogel, glattem Stein, Astgabel, Regenwurm und Regenwolke. Druck die Karte aus, die zu eurem Weg passt, oder beide, Vorder- und Rückseite.
Schon vor dem Ende der Straße: Blätter und Eicheln
Im Oktober ist das Blätterfeld meist in der ersten Minute bunt. Lass dein Kind selbst entscheiden, welches Blatt zählt, und es beim Ausmalen neben das Papier halten. Dann ist das Orange auf dem Blatt Papier das Orange in seiner Hand. Eicheln kommen als Nächstes, überall, wo eine Eiche steht. Kinder finden erst eine und sehen dann plötzlich vierzig.
Diese ersten Felder sind wichtiger, als sie aussehen. Ein Spaziergang, der mit zwei bunten Feldern in fünf Minuten beginnt, hat Schwung. Und genau dieser Schwung trägt eine Vierjährige an der Bank vorbei, an der sie sonst umkehren will.
Wer nach unten schaut: Kastanie, Tannenzapfen, Schnecke
Die mittleren Felder brauchen einen langsameren Schritt und einen gesenkten Kopf. Kastanien fallen aus ihren stacheligen Hüllen, und eine leere Hülle ist schon ein Fund für sich. Tannenzapfen liegen unter den Nadelbäumen, Schnecken kommen nach dem Regen heraus, unter Blättern und an feuchten Mauern.
Ab hier sucht dein Kind den Boden von selbst ab. Du gibst die Führung ab und hältst nur noch das Klemmbrett.
Nur schauen, nicht anfassen: Beeren und Pilze
Zwei Felder auf der Waldkarte haben eine eigene Regel. Beeren und Pilze werden nur mit den Augen gefunden, und ausgemalt wird in dem Moment, in dem jemand darauf zeigt.
Viele Kinder mögen diese Regel mehr, als man denkt. Ein Feld, das man durch Zeigen gewinnt, fühlt sich ein bisschen wie ein Geheimnis an.
Die Glücksfelder: Feder und Pfütze
Zu jedem guten Bingo gehören Felder, die vielleicht nie kommen. Eine Feder ist reines Glück: Manche Spaziergänge bringen drei, die meisten keine. Die Pfütze hängt vom Wetter der letzten zwei Tage ab. Auf der Parkkarte übernehmen Eichhörnchen und Spinnennetz diese Rolle, und ein Netz siehst du am leichtesten an einem nebligen Morgen, wenn Tropfen darin hängen.
Lass diese Felder nach dem Spaziergang einfach offen, ohne Drama. Eine unfertige Karte ist ein Grund, am nächsten Wochenende wieder loszugehen, und sie hält das Spiel ehrlich. Wäre jedes Feld sicher, wäre das Ausmalen kein Beweis mehr.
Was möchtest du noch ausmalen?
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Nach dem Spaziergang
Zu Hause können die Funde, die mit dürfen (Blätter, Eicheln, ein Tannenzapfen, eine saubere Feder), direkt auf einen Jahreszeitentisch, und der Beitrag zum herbstlichen Jahreszeitentisch zeigt, wie du einen mit passenden Ausmalbildern aufbaust. Häng die Karte daneben, als Beleg, woher jedes Stück kommt.
Am nächsten Sonntag tauschst du drei Felder aus. Streich die, die zu leicht waren, also Blatt und Eichel, und lass dein Kind drei neue Funde selbst in die Lücken malen: eine Rosskastanie, eine Buchecker, eine rote Hagebutte zum Anschauen. Eine Karte, die das Kind selbst verändert hat, will es auch fertig machen.














